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Über mich: Mein Weg zur Heilmasseurin – eine Geschichte über heilsame Zeitpunkte

Es war Sommer 2001. Ich war junge 37 Jahre alt und fühlte mich seit geraumer Zeit zwar nicht krank, aber auch nicht wohl. Mit dieser meiner „gefühlsmäßigen“ Diagnose nervte ich viele Ärzte, die mir allesamt eine beste körperliche Gesundheit bescheinigten. Dafür erhielt ich folgenden Rat: „Was Sie brauchen ist kein praktischer Arzt, sondern ein Psychiater oder Psychologe.“

Ein erster harter Schlag

Danach sah mich für einige Zeit kein Arzt mehr, bis mich einige Monate später „frauliche“ Unannehmlichkeiten zu meinem Gynäkologen führten. Der wusste auch nicht weiter und überwies mich an die Universitätsklinik Innsbruck. Alles deutete auf eine Entzündung der Gebärmutter hin. Eine Operation sollte das Problem lösen. Das war in Ordnung: Meine drei Kinder reichten mir. Der Tag nach der OP verlief komisch: Keiner sprach mit mir, weitere Untersuchungen wurden anberaumt und Dr. Sch., mein behandelnder Arzt, blieb den ganzen Tag verschwunden. Später sprach Dr. Sch. doch noch zu mir, und zwar folgende Worte: „Es ist Krebs, Gebärmutterkrebs, und es ist äußerst bösartig!“ Unter mir tat sich der Boden auf. Ich fragte: „Wann muss ich sterben?“ Er antwortete: „So schnell nicht, davor tun wir noch etwas dagegen." Es traf mich völlig unvorbereitet: Ich und Krebs: Warum?

Ich wurde erneut operiert. Aus einem viertägigen Klinikaufenthalt wurden vier Wochen. Aber ich hatte Glück: Ich brauchte keine Chemotherapie, nur meine Blase war bei der OP beschädigt worden und musste behandelt werden. Die Zeit danach war extrem schwierig, gekennzeichnet von vielen Auf und Abs. Aber nach einjähriger Rehabilitation begann ich im Juni 2003 wieder, in meinem alten Beruf in der Gastronomie zu arbeiten. Im Februar 2004 bemerkte ich, dass mein linkes Bein angeschwollen war. Ich schob es auf die stressige Wintersaison in der Hotellerie. Nach Saisonende wollte ich mich darum kümmern. Aber dann schwoll auch das rechte Bein an. Mein Hausarzt war ratlos und in der Innsbrucker Gefäßambulanz erklärte man mir: Das kann nach solchen Operationen, wie ich eine hatte, vorkommen. Dagegen tun, könne man nicht viel.

Den richtigen Weg finden

Jahre vergingen, meine Beine schmerzten mehr und mehr, also wechselte ich 2008 ins Büro. Durch das viele und lange Sitzen verschlechterte sich der Zustand meiner Beine zusehends. Im Sommer 2011 entschied ich mich deshalb für einen Reha-Aufenthalt, der mich Mitte Jänner 2012 für drei Wochen ins Therapiezentrum Wittlinger in Walchsee führte. Und – oh, Wunder – es stellten sich sicht- und spürbare Erfolge ein. Das Geheimnis dahinter waren Lymphdrainagen inklusive der dazugehörigen gewickelten Bandagen. Außerdem erhielt ich endlich eine aussagekräftige Diagnose: beidseitiges Beinlymphödem. 2012 und 2014 wiederholte ich meine Walchsee-Besuche und in der Zwischenzeit absolvierte ich mit „ausgezeichnetem Erfolg“ an der „Dr. Vodder Akademie“ eine Ausbildung zur Heilmasseurin.

Aktuell arbeite ich bei Frau Dr. Melanie Wohlgenannt, MPH, der einzigen lymphologischen Ärztin im Westen Tirols, als Ordinationsassistentin.

Was ich mir für alle Betroffenen wünsche

Aufgrund meiner Lebensgeschichte wünsche ich mir für die Zukunft, dass …

  • … Ärzte über die Lymph-, Lip- und Phlebödeme genauer unterrichtet werden und Ödeme bereits im Anfangsstadium erkennen.
  • … Patienten nicht mit falschen Informationen abgespeist und im Stich gelassen werden.
  • … Kampagnen Ärzte dahin gehend aufklären, dass ein Lipödem nicht von Fressattacken herrührt, Joggen nicht jedem Spaß macht und sich Betroffene nicht permanent für ihre Beschwerden rechtfertigen müssen.
  • … sich Krankenkassen ein realistisches Bild machen und unsere Bedürfnisse berücksichtigen. Des Weiteren sollte bundesweit Klarheit über die entsprechenden Leistungen herrschen.
  • … man um Lymphdrainagen nicht betteln muss und das Bandagieren in die Behandlung miteinbezogen wird.
     

Ich hoffe, dass allen, die sich in Zukunft mit der Thematik Ödem konfrontiert sehen, schnell und kompetent geholfen werden kann – und allen Betroffenen weniger Kampf um notwendige Therapien und Therapiemittel.

Kontakt:

Heilmasseurin - Carina Maria Urbanetz-Schlechter

Unterperfuss 12
6178 Unterperfuss

Telefon +43 5232 302995

%63%61%72%69%6E%61%40%68%65%69%6C%6D%61%73%73%65%75%72%2E%74%69%72%6F%6C

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